Was ist denn nun eigentlich mit dem Kokosöl?

Wenn man die Literatur oder das Internet zum Thema Kokosöl durchstöbert, stößt man auf viele kontroverse Meinungen. Zum einem wird Kokosöl als Gift bezeichnet, zum anderen wird es in den Himmel gelobt. Das führt natürlich zu Verunsicherungen: Super-Öl zum Kochen und Backen? Oder verteufeltes Öl bis in die Ewigkeit?

Gesättigte Fette - der Feind?!

Gegner argumentieren zum Großteil aufgrund der gesättigten Fettsäuren gegen das Kokosöl, welche in vielerlei Hinsicht als „schlechte Fette“ abgestempelt werden. Ursache: Sie sollen Arteriosklerose und koronare Herzerkrankungen  (KHK) begünstigen. Da das Kokosöl aus über 90 % gesättigten Fettsäuren besteht, bekam es schnell das Prädikat „ungesund“.

Falscher Alarm?!

Viele Studien zeigen, dass gesättigte Fette nicht zwingend der Garant für koronare Herz- und weitere Erkrankungen sind. Es müssen weitere Faktoren in Erwägung gezogen werden, aus deren Kombination negative Folgen bezüglich der Gesundheit entstehen können, z.B. die einfachen, unverarbeiteten Kohlenhydrate wie Nudeln, Brötchen etc.

Key Fact: Gesättigte Fette sind nicht gleich gesättigte Fette. Sie werden in kurz-, mittel- und langkettige Fettsäure unterteilt und haben je nach Anteil unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper. 

Im Kokosöl sind z. B. über 70 % der gesättigten Fettsäuren mittelkettig (MCT) und diese, allen voran die Laurinsäure, haben auch zahlreiche positive Benefits: Reduktion von Blutdruck und oxidativen Stress, positiver Einfluss auf Krebszellen, Verbesserung der Gesundheit des Gehirns, etc.

Der Verarbeitungsgrad der verschiedenen Fette ist ebenso sehr entscheidend für die Auswirkung auf den Körper. Beispielsweise sollen gesättigte Fette in tierischen Produkten wie Schmalz und Butter einen weitaus schlechteren Einfluss auf die Gesundheit haben als das Kokosöl mit seinen pflanzlichen gesättigten Fetten.

In vielen Studien wird diese Tatsache nicht berücksichtigt und alle gesättigten Fette werden in eine Schublade gesteckt, was ungefähr so sinnvoll ist, wie ein Weizenbrötchen und Blumenkohl unter der Kategorie „Kohlenhydrate“ als gleichwertig einzustufen. 

Konkret zum Kokosöl

Dass Kokosöl aufgrund seiner gesättigten Fettsäuren als ungesund betrachtet werden sollte, kann an dieser Stelle deutlich in Frage gestellt werden. 

Studien zeigen sogar, dass das Kokosöl selbst nicht in Verbindung mit KHK steht. Ganz im Gegenteil, dem Kokosöl werden sogar zahlreiche positive Aspekte in dieser Hinsicht zugesprochen und soll sogar ungünstige Blutfettparameter senken.

Die Dosis macht das Gift

Wie bei vielen Themen wird es immer gegensätzliche Meinungen geben, so auch bei dem Thema Kokosöl. 

In den vielen Studien sind die Pros und Cons zahlreich vertreten. Ein endgültiges Urteil bleibt wohl abzuwarten. Auf Grundlage unserer Recherchen ist unsere persönliche Tendenz, Kokosöl in der Nahrung einzusetzen und es nicht in die Rubrik „ungesund“ einzustufen.

In unserer Küche ist das Öl nicht wegzudenken und wir benutzen es besonders gern zum Braten und Kochen. Allerdings dürfen weitere Öle, die die wichtigen ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthalten, nicht aus den Augen verloren werden und sogar den Großteil an Fetten ausmachen. Ihnen sagt man einen hohen gesundheitlichen Vorteil nach. Gute Quellen sind z. B. Olivenöl, Walnussöl, Leinöl usw., welche am besten in der kalten Küche (z.B. in Salaten) benutzt werden. 

Am Ende sollte eine ausgewogene und vielseitige Ernährung immer im Vordergrund stehen und somit die Ernährung in der Balance gehalten werden, also EVEN!

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Dominik & Martin von EVEN

#timetogeteven

Foto von Dana Tentis von Pexels

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